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Das treue Blut : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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und alle drei ſtreckten Jakob ihre Arme entgegen, und freudejauchzend ſtürzte er an ihre Bruſt, und ſo fröh⸗ lich und glückſelig, wie da die Herzen aneinander ſchlu⸗ gen, wird man es nicht oft finden auf der ganzen wei⸗ ten Welt. Es war da ein Stückchen himmliſche Selig⸗ keit, was von jener Welt auf die Erde herabgefallen war.

Erſt nach einer geraumen Weile faßten ſich die braven Leutchen wieder, und nun erſt konnte Jakob fra⸗ gen, was für ein guter Wind denn plötzlich Vater, Mutter und Schweſter daher geweht habe.

Du mußt dich, wenn du es genau erfahren willſt, an unſeren Wohlthäter, den Herrn Zollmüller, wenden,« verſetzte Vater Bluntſchli.Er hat uns Geld geſchickt, und einen Brief geſchrieben, daß wir herkommen ſollten, und da ſind wir nun, und freuen uns!«

Und ich freue mich mit Euch, und gewiß nicht weniger als Ihr, nahm Herr Zollmüller das Wort. »Ich mußte ja doch dem Jakob, der es ſo rechtſchaffen mit mir meint, eine kleine Ueberraſchung bereiten! Und

dann wollt' ich auch die braven Aeltern meines Jakob

kennen lernen, und darum ſchrieb ich, und ſchickte Geld, und ließ ein paar Zimmer in meinem Hauſe herrichten. Dort ſollt Ihr wohnen, Ihr lieben Leutchen, und wir werden Alle Eine Familie ſein, und, ſo Gott will, recht glückliche und frohe Tage mit einander verleben. 4 »Ja, aber, mein Himmel, träume ich denn?« fragte Jakob.Sie ſagten mir doch, Vater, daß...

»Daß ich bankerott wäre, und nur noch auf meinen letzten Courier warte! Ganz recht, Jakob, mein treues Blut!« ſiel Herr Zollmüller fröhlich ein.Siehſt du, ich waͤre bankerott an Liebe, nicht an Gelde geweſen

wenn du die Prüfung nicht beſtanden hätteſt,, N