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Das treue Blut : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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deine Anhänglichkeit und Treue unterwarf. Daß ich nicht daran zweifelte, du würdeſt ſie beſtehen, das ge⸗ ben hier die Deinigen Zeugniß! Ich würde ſte nicht haben kommen laſſen, wenn ich nicht Deiner gewiß ge⸗ weſen wäre. Darum verzeihe die Probe, Jakob. Ich wollte nun einmal einen ganz greifbaren Beweis von deiner Liebe und Anhänglichkeit haben, und da ſpielte ich dir eine kleine Komödie vor. Nun bin ich aber auch ganz zufrieden, Jakob! Ich weiß nun, daß du mich nicht aus Eigennutz, ſondern um meiner Selbſt willen liebſt, und das macht mich alten Mann ſo glück⸗ lich, wie ich es mit Worten nicht auszuſprechen vermag. Du haſt dich bewährt als ein dankbares Herz und als ein treues Blut, und fortan ſoll Niemand und Nichts uns trennen, als Gott! Du, die Deinigen und ich werden von nun an immer Eine Familie ſein, und

ich danke Gott aus tiefſter Seele, daß er mich am Spätabend meines Lebens noch Herzen finden ließ, des

ren treue Liebe ein reicherer Segen des Himmels iſt, als Tonnen Goldes. Eins alſo in Freud' und Leid, bis Der da droben uns in eine neue Heimath einführt!« So war es gekommen, und ſo blieb es auch. Herr Zollmüller zog ſich aus ſeinem Geſchäfte zurück, und überließ es ſeinem vieljährigen Freunde, dem alten braven Zeller. Er ſelbſt ſuchte und fand Glück und Zufriedenheit in der Familie Bluntſchli. Alle Mitglie⸗ der derſelben widmeten ihm dankbare Liebe und aufrich⸗ tige Zärtlichkeit. Aeußerliche Sorgen und Küͤmmer⸗ niſſe gab es nun nicht mehr für ſie, und daß inner⸗ liche ihnen fern blieben, dafür bürgte, was ihnen Allen und Jedem einzeln eigen war, das redliche Herz und das treue Blut.

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