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ſeinen Entſchluß, bei Herrn Zollmüller bleiben zu wollen.
Es wurde ihm feeilich nicht leicht, auf das Wiederſehen der Seinigen vorläufig zu verzichten, aber dieſen er⸗ wuchs ein ſo erheblicher Vortheil daraus, daß er ſeine Betrübniß ſchnell überwand, und dafür ſein Herz mit Dankbarkeit gegen den Wohlthäter jeiner Aeltern er⸗ füllte. Statt Seiner ging ein Brief an die Aeltern in die Heimath ab, worin er ſein gutes Glück erzählte, und ſeine Freude ausdrückte, daß nun ſein lieber Vater aller und jeder Sorge für die Zukunft enthoben ſei.
Wenn Jakob noch einen Schatten von Traurigkeit empfunden hätte, die Antwort des Vaters würde ihn für immer vertrieben haben. Die ganze Familie ſchickte ihm ihre Segenswünſche, und der Vater ermahnte ihn, die Güte ſeines Wohlthäters mit unverbrüchlicher Treue und mit ſteter Liebe und Dankbarkeit zu vergelten.
Es bedurfte dieſer Ermahnung übrigens bei Jakob nicht. Sein ganzes Herz hing ſchon an Herrn Zoll⸗ müller, aus deſſen Händen er zahlloſe Beweiſe von väterlicher Güte und Zuneigung empfing. Jeden Tag wünſchte er ſich Glück dazu, daß er damals aus Dank⸗ barkeit für Frau Häfele in Stuttgart ſein eigenes Ge⸗ fühl bemeiſtert und ihrem Sohne einen Freundſchafts⸗ dienſt geleiſtet hatte. Der Weg nach Wien war offen⸗ bar der Weg zu ſeinem Glücke geweſen, und ohne ſeine Selbſtaufopferung würde er ihn vielleicht nie gefunden haben. So dachte wenigſtens Jakob, und bemühte ſich auf alle Weiſe, die Liebe zu vergelten und zu verdienen, mit welcher Herr Zollmüller ihn über! äufte.
So verging beinahe ein Jahr. Jakob war wie
Kind im Hauſe, und Herr Zollmüller war wie ein Vater zu ihm. Jakob lernte viel und fleißig, denn


