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Das treue Blut : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Beide nicht gewöhnt. Aber für die Pferde habe ich ordentlich Sorge getragen, ſie ſind ganz geſund und wohlgenährt.

Ja, ja, das ſieht dir gleich, Jakob, immer das Beſte für Andere, und das Schlechte für dich, ſagte Herr Zollmuller.Biſt ein ſeltſamer, möchte faſt be⸗ haupten, ſeltener Burſch! Wir müſſen einander noch näher kennen lernen. Erzähle mir ein wenig von dei⸗ ner Heimath, deinen Aeltern, deinen Jugendjahren, Alles, auch das Geringe und ſcheinbar Unbedeutende, iſt mir von Intereſſe.

Jakob erzählte friſch weg, wie das ſo ſeine Weiſe war. Zu verbergen und zu verheimlichen hatte er nichts. Herr Zollmüller warf dann und wann eine Frage da⸗ zwiſchen, und ruhete nicht, bis er mit der Vergangenheit Jakob's und deſſen heimiſchen Verhältniſſen faſt eben ſo vertraut war, als dieſer ſelbſt.

Gut, ſagte er endlich,vorläufig weiß ich genug. Das Andere findet ſich. Bis auf Weiteres bleibſt du bei mir, und wenn du Luſt haſt, kannſt du ganz und für immer bleiben, und ſpäter eine Stelle in meinem Geſchäfte bekommen.

Aber meine Aeltern, entgegnete Jakob.Sie wer⸗ den ſich eben ſo ſehr nach mir ſehnen, wie ich mich nach ihnen.

Wenn du bei mir bleibſt,« verſetzte Herr Zollmüller, ſo zahle ich deinen Aeltern alljährlich, ſo lange ſie leben, ſechshundert Gulden aus, und gebe dir das Verſprechen, daß du ſie wenigſtens Ein Mal in jedem Jahre be⸗ ſuchen darfſt. Ueberlege dir das, Jakob. Morgen früh bei'm Kaffee wirſt du mir deinen Entſchluß mittheilen. Sorgen Sie für ihn, Herr Zeller, daß er nicht etwa