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Das treue Blut : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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und einen herzhaften Kuß auf ſeine friſchen, rothen Lip⸗ pen drückte.

Aber, Herr Zeller, was machen Sie denn? fragte der alte Herr am Pulte.

Errathen Sie denn nicht, Herr Zollmüller? ver⸗ ſetzte der Angeredete.»Das iſt ja der Jakob Bluntſchli in eigener Perſon, der Jakob, der damals in der ſchwã⸗ biſchen Alp mir zu Huͤlfe kam, und mich und Ihr Geld aus den Klauen der Räuber befreite! Erinnern Sie ſich doch nur, Herr Zollmüller!«

Ei, der Tauſend, das wäre, ſagte Herr Zollmüller, und ſtand von ſeinem Drehſtuhle auf, um ſich Jakob näher anzuſehen.Alſo Sie ſind der junge Menſch, der mir unbekannter Weiſe einen guten Dienſt gelei⸗ ſtet hat!«

Freilich iſt er's, fiel Herr Zeller ein.Erinnerſt du dich denn Meiner nicht mehr, Jakob?

Ei ja freilich erinnere ich mich Ihrer, Herr Zeller, verſetzte Jakob ganz vergnügt.Und nun weiß ich auch, warum der Name Zollmüller mir ſo bekannt vor⸗ kam, als Wilhelm Häfele mir ſagte, daß ich ſeinen Frachtwagen hierher fahren ſolle. Sie hatten mir ihn dazumal wohl genannt, Herr Zeller, aber ich, ich hatte ihn rein wieder vergeſſen, weil ich nicht dachte, für's Erſte nach Wien zu reiſen. Das iſt nun freilich an⸗ ders gekommen.

Aber woher kennſt du den Wilhelm Häfele? fragte Herr Zollmüller.Und wie, wo, wann biſt du mit ihm zuſammengetroffen?« 2

Jakob erzählte in ſchlichter Weiſe ſein Verhältniß zu Wilhelm und der Mutter deſſelben, und wie er's 8 nicht habe über's Herz bringen können, Wilhelm's Bitte,

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