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Das treue Blut : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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an ſeiner Statt den Wagen nach Wien zu führen, ab⸗ zuſchlagen. Die beiden alten Herren hörten ihm auf⸗ merkſam zu.

Da ſehen Sie, ſo iſt er, halt ein treues, braves Blut, Herr Zollmüller, wie er ſich auch gegen mich ge⸗

zeigt hat, ſagte Herr Zeller.

Ja, und ein dankbares Herz,« fügte Herr Zoll⸗ müller hinzu.Nun, Jakob, ich heiße dich in meinem Hauſe herzlich willkommen! Herr Zeller, geben Sie gefälligſt Auftrag, daß die Pferde und die Ladung unter Dach und Fach gebracht werden, und daß man ein Zimmer für Jakob bereit hält.

Herr Zeller wollte hinaus eilen, um dieſen Auftrag

zu beſorgen, Jakob hielt ihn aber zurück.

»Das geht nicht, da muß ich auch dabei ſein, ſagte er. Sultan bewacht den Wagen, und es könnte ein Unglück geben, wenn ohne meine Begleitung Jemand ihm nahe käme. Sie kennen meinen Sultan, Herr Zeller, er iſt das treueſte, bravſte Thier, aber wen er nicht kennt, der muß ſich vor ihm in Acht nehmen.

Nun, ſo geh' mit, Jakob, ſagte Herr Zollmüller, aber Sie bringen ihn nachher wieder zu mir in's Comptoir, Herr Zeller, ich habe noch ein paar Worte mit dem jungen Menſchen zu reden.

Herr Zollmuͤller nickte und ging mit Jakob hinaus. Als Beide nach Verlauf von etwa einer Stunde zurück⸗ kehrten, folgte ihnen Sultan nach, und ſuchte ſich einen beſcheidenen Winkel, wo er ſich lammfromm niederlegte.

Ein ſchönes Thier! ſagte Herr Zollmüller, indem

er ihn mit einem flüchtigen Blicke betrachtete.Aber jetzt zur Hauptſache. Iſt die Fracht in Ordnung, mein

lieber Herr Zeller?«