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ihren höchſten Stand am Himmel erreicht, und der Vater war noch nicht zurückgekommen. Jakob fuͤhlte ſich unheimlich in der oͤden Wildniß, die ihn umgab, und im Herzen fröſtelte ihn. Es war ſo gar ſchauer⸗ lich in der wilden Einſamkeit dort oben, wo er nichts weiter vernahm, als das Heulen des Windes, der ſich an den rauhen Felſenkanten brach, und brauſend über das glitzernde Schneefeld weiter ſtürmte. Eine ſeltſame Bangigkeit beſchlich ihn allmählig, und eine unbeſchreib⸗ liche Sehnſucht nach dem Vater, der ſo ſehr lange auf ſich warten ließ. Am liebſten hätte er ſich aufgemacht, und wäre dem Vater nachgeklettert, aber er fürchtete den Unwillen deſſelben wegen ſeines Ungehorſams, und ſo blieb er denn in der Höhle, mit immer ſteigender Ungeduld auf ein Lebenszeichen des Vaters harrend. Da auf einmal war es ihm, als ob er durch das Brauſen des Windes hindurch einen Schrei gehört hätte. Er fuhr ſchreckhaft zuſammen und lauſchte, ob der Schrei wiederholt werden würde, aber Alles blieb ſtill. Dennoch erfaßte ihn eine unſägliche Angſt; er ſprang auf und ſtüͤrzte aus der Höhle auf das freie Plateau, um einen ſpähenden Blick umher zu werfen. In einiger Entfernung, faſt auf derſelben Stelle, wo der Vater das Aufſteigen begonnen hatte, lag eine dunkle unbewegliche Maſſe auf der blendenden Schnee⸗ decke. Jakob's Herz zog ſich krampfhaft zuſammen, und ſein Athem ſtockte vor jähem Entſetzen. Einen Moment blieb er wie verſteinert ſtehen, dann raffte er ſich zu⸗ ſammen und eilte im ſchnellſten Laufe zu der Stelle hinüber, wo die dunkle Maſſe lag, die ihn ſo furchtbar
eerſchreckt hatte. Jetzt erreichte er ſie,— jetzt warf er
einen ſcheuen Blick darauf,— und jetzt, ach! ſtürzte er


