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Das treue Blut : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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des Vaters, und begab ſich damit nach der nahen Hoͤhle,

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Alpenſtock. Hierauf ſchüttelte er ſeinem Knaben die Hand, ermahnte ihn noch einmal, ruhig auf dem Pla⸗ teau ſeine Rückkehr abzuwarten, und trat dann von Neuem ſeine beſchwerliche und gefahrvolle Wanderung an. Jakob ſchaute ihm nach, ſo lange er die Geſtalt des Vaters erkennen konnte. Zuweilen ſchauerte er in Angſt und Beſorgniß zuſammen, denn von unten aus ſchien es, als ob es ganz und gar unmöͤglich ſei, an dieſer faſt ſenkrechten Wand empor zu klimmen, und jeden Augenblick glaubte er den Sturz des Vaters fürch⸗ ten zu müſſen. Aber dieſe Beſorgniſſe waren überflüſſig. Gewandt und ſicher klimmte der kühne Bergſteiger hö⸗ her und höher, und Jakob folgte jeder ſeiner Bewegun⸗ gen, bis er plötzlich ſeinen Augen entſchwand, indem er um eine Ecke bog und jenſeits derſelben ſeinen Weg fortſetzte.

Gott ſchütze ihn!« murmelte Jakob, ſich ſelbſt un⸗ bewußt, und richtete ſeine Blicke zur höchſten Felſenkante empor, die ſich wie eine ſcharfgeſchnittene, dunkle Linie vom tiefblauem Himmel abhob.

Nach etwa fünf Minuten ſtieß er einen Freuden⸗ ſchrei aus. Auf der Kante oben erſchien die Geſtalt des Vaters, winkte grüßend hinunter und verſchwand dann wieder, ohne Zweifel in der Abſicht, an die Arbeit zu gehen und mit Art und Säge fleißig unter dem Knieholz aufzuräumen.

Jakob nahm nun den Stutzen und die Jagdtaſche

die ihm der Vater gezeigt hatte. Hier kauerte er ſich in einem Winkel nieder, und wartete auf die Wieder⸗ kehr des Vaters.

Stunde um Stunde verrann. Die S ne hatte