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Das treue Blut : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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4 Außer dem Jakob, dem alten und dem jungen, wohnten in der Hütte am Berge noch die Mutter Bluntſchli, die bravſte Hausfrau, die ein entſchloſſener Mann ſich wünſchen kann, und dann die Marianne,

gen Jakob Schweſter, ein liebes gutes Kind, fünf oder ſechs Jahre jünger und alſo auch viel kleiner, als der Bruder, der ſchon ein hoch aufgeſchoſſener und ſtämmiger Burſch war. Trotzdem liebten ſich die Ge⸗ ſchwiſter mit herzlicher und inniger Liebe, und der junge Jakob fühlte ſich niemals wohler und glücklicher, als wenn er mit der Schweſter ſpielen oder mit ihr einen Spaziergang hoch auf die Berge hinauf machen konnte,

des jun

wo er ihr die ſchönſten Sträuße von rothen Alpenroſen, 3 von ſchönen, tiefblauen Genzianen und ſilberglaͤnzendem Edelweiß ſuchte.

was die

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»Nichts!« gab er zur Antwort.Er war ſo voller Freud', dachte, mir ein paar Batzen zu geben, und nachher, nun, da hatt' ich mich wieder davon gemacht.«

»Biſt doch ein gutes treues Blut, ſagten die Ka⸗ meraden, und ſeitdem hieß Jakob unter ihnen ganz einfach entwederJaköbli, oderdas treue Blut«.

Dabei blieb's, und wurde nachgrade im ganzen Dorfe zur Gewohnheit.

Der alte Jakob, Vater Bluntſchli nämlich, galt 3 aber nicht allein für den größten Künſtler im Dorfe, Holzſchnitzerei anbelangte, ſondern auch für den

4 ühnäten und verwegenſten Gemſen⸗Jäger weit und breit im Berner Oberland. Keine Felswand war ihm zu 1 ſteil und zu hoch, kein Grat hoch oben in ſchwindelnder

1 breit. Alle Schwierigkeiten, felbſt ſolche,

daß er im erſten Augenblick wohl nicht daran

ſchmal, kein Gletſcherfeld mit tiefen, klaffenden