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Das treue Blut : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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einem Zoll Höhe an, bis zur Größe von mehr als einem Fuße anwachſend, auch ſogar ganze Gehöfte mit Stallungen und Nebengebäuden und allerlei Haus⸗Ge⸗ thier, ſo natürlich und bis auf die kleinſten Einzeln⸗ heiten von treffender Wahrheit, daß man das Kunſtge⸗ ſchick und die Geduld des fleißigen Schnitzers bewundern muß. Auch an ſchönen Heiligen⸗Bildern, an herrlichen Chriſtus⸗Geſtalten, an Kirchen, Kapellen und Kruzi⸗ firen, wie ſie ein frommer Sinn liebt und gern in ſei⸗ nem Kämmerchen aufſteckt zu ſtiller Andacht, fehlt es nicht, und an Allem und Allem muß man, vom Größe⸗ ſten bis zum Kleinſten herab, die Sorgfalt, den Fleiß und die Geſchicklichkeit anſtaunen, welche aus faſt werth⸗ loſem Material dergleichen kleine Kunſtwerke zu ſchaffen vermag.

Alle dieſe hübſchen Sachen finden raſchen und bil⸗ ligen Abſatz zu freilich oft unbillig niedrigen Preiſen. Sie werden meiſt von Händlern in der nächſten größe⸗ ren Stadt aufgekauft, welche dieſelben dann mit meiſt großem Profite an die Tauſende von Reiſenden ver⸗ handeln, welche während des Sommers die ſchönſten Gegenden der Schweiz wie ein nie verſtegender Strom überſchwemmen. Wenn ſie auch in unſer kleines Dorf kämen, würden ſich die Bewohner freilich beſſer befinden, weil ſie dann keine Zwiſchenhändler für ihre Schnitze⸗ reien nöthig hätten und ſelber an die Fremden verkaufen könnten. Aber das Dorf liegt allzu abſeits von den größeren Reiſeſtraßen, und ſo waren und ſind denn eben dieſe Zwiſchenhändler nicht leicht zu entbehren. Sie ſchöpfen allerdings den Rahm von der Milch ab, und unſere Leutchen wiſſen das recht wohl, ihnen bleibt doch wenigſtens immer nn