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bringen Leben und Bewegung in die zwar großartige, faſt aber etwas allzu gewaltige und ſtarre Landſchaft. Die Leute, welche in dieſem Dorfe wohnen, ſind, trotz des ſauberen Ausſehens ihrer hübſchen kleinen Häu⸗ ſer, meiſtens ſehr arm, und haben mit allerlei Noth und Entbehrung zu kämpfen. Ihre grünen Wieſen und die wenigen Aecker weiter hinten im Thale ſichern ihnen zwar für die ſchöne Jahreszeit ihren täglichen Unterhalt, aber im Winter, wenn das ganze Thal unter einer dichten, weißen Schneedecke faſt wie begraben liegt, da würde es ſchlimm um die armen Leutchen ausſehen, wenn ſie nicht noch andere Hülfsquellen außer ihrem geringen Grund⸗ und Boden⸗Beſitz ausfindig gemacht hätten und fleißig benutzten. Die bedeutendſte und ein⸗ träglichſte von dieſen Hülfsquellen iſt die Holzſchnitzerei, und es iſt überraſchend, was für allerliebſte kleine Kunſt⸗ werke aus den rauhen, von ſchwerer Arbeit im Sommer ſchwieligen Händen dieſer armen Thalbewohner hervor⸗ gehen. Hier ſieht man, aus hartem Ahorn⸗ oder noch härterem Knieholze geſchnitzt eine reizende Familien⸗ Gruppe, ein Gemſen⸗Paar nämlich mit ihrem Jungen, das ſich zärtlich und zutraulich an die Mutter ſchmiegt, während der Vater mit hoch erhobenem Kopfe in die Ferne wittert, um jede etwa nahende Gefahr zu rechter Zeit zu erkennen und bei Zeiten ihr auszuweichen;— dort ſieht man die trotzige, gedrungene Geſtalt des Stein⸗ bocks mit den großen tief geringelten Hörnern, ſo natur⸗ getreu und charakteriſtiſch, wie kein Bildner der Welt ihn beſſer darſtellen könnte;— dann den großen Geier⸗ Adler mit weit ausgebreiteten Flügeln eben auf eine zitternde Beute ſtoßend und ſie mit den mächtigen Fän⸗ gen ergreifend;— dann Schweizer⸗Häuschen, von kaum


