Erſtes Kapitel.
Daheim.
In einem jener wunderbar ſchönen Thäler des Ber⸗ ner Oberlandes liegt inmitten grüner Matten, welche von rieſigen, mit Eis gekrönten, Berg⸗Koloſſen hoch überragt werden, ein nicht eben großes, aber ſauberes und freundliches Dorf mit weiß getünchten Häuſern, breiten, flachen, weit über die Mauern hervorſtehenden Dächern und blanken kleinen Fenſterſcheiben, die wie helle Aeuglein, ſchüchtern und munter zugleich, die herr⸗ liche Alpenwelt rings um ſich her zu betrachten ſcheinen. Die Häuſer ſtehen vereinzelt und zerſtreut auf den Wie⸗ ſen und auf einzelnen kleinen Schwellungen der Thal⸗ ſohle. Bei jedem erblickt man ein kleines, wohl ge⸗ pflegtes Gärtchen, deren keinem es im Frühjahr und Sommer an buntem Blumenſchmuck fehlt. Einige Zie⸗ gen ſpringen auf den niedrigen Fels⸗Abhängen umher, und ſuchen in den Riſſen und Spalten derſelben ihre,
zwar nicht eben reichliche, aber dafür um ſo kräftigere
und wohlſchmeckendere Nahrung. Ein paar Dutzend Kühe weiden auf den zum Theil mit niedrigen, nur
loſe aufgehäuften Stein⸗Mauern eingeſaßten Wieſen, und
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