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„Junge, wo kommſt du her?“ rief er.„Wie wird ſich dein Vater freuen! Ach, was für Sorge haſt du uns 1 gemacht! Aber komm nur— komm! Welche Freude für deinen Vater!“
Mit ſtürmiſchem Ungeſtüm riß er die nächſte Stu⸗ benthür auf, ſchrie hinein:„Hans iſt da!“ und trug den Knaben an das Bett, wo der Major mit verbun⸗ denem Kopfe und Arme ruhete. Hans ſtürzte an ſeine Bruſt und bedeckte den Mund des geliebten Vaters mit heißen Küſſen.
Das war ein frohes und glückliches Wiederſehen!
»Aber, Hans, welche Thorheiten haſt du begangen!« ſagte endlich der Major, als der erſte Sturm der Freude
vorüber war—„wahrlich, ich müßte ernſtlich böſe auf
4 dich ſein, Knabe!“.
1„Verzeihung, Vater! Verzeihung!« bat Hans mit rührender Stimme.„»Ja, ja, ich bin ein boͤſer Bube
geweſen, aber mit reuigem Herzen kehre ich zu dir zu⸗
rück, und gewiß, ich will dir nie, nie wieder Kummer
verurſachen! Und dir auch nicht, Paul! Ach, der liebe
Gott hat mir die Augen geöffnet, und ich weiß nun
wohl, wie gottlos und thöricht ich geweſen bin! Doch du ſollſt ſehen, Vater, daß ich jetzt anders werde!“
»„Das wollte Gott!“ ſagte der Major, freudig uͤber⸗
raſcht.»Aber wie iſt es zugegangen, daß du ſo raſch
1 zur Erkenntniß gekommen biſt?« 1 Hans erzählte, und in ſchweigender Rührung hörten der Vater und Paul ihm zu. Das Bibelblatt, wel⸗
ches Hans hervorzog, betrachteten Sie mit ehrfürchtigen Blicken. 3
„Unter Glas und Rahmen ſoll es, wenn wir nach Hauſe kommen!« rief der Major mit einer Freuden⸗


