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Ein Bibelblatt : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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und wenn er gute Pflege bekommt, ſo wird er bald wieder geſund ſein.

Hans brach in Thränen aus.Ach, laſſen Sie mich zu ihm! ſagte er bittend.Ich will ihn pflegen,

und du auch, Ulrich, nicht wahr? Lieber, lieber Herr,

geſtatten Sie mir's, daß ich zu ihm darf!

Gewiß, liebes Kind, werde ich dir das erlauben, antwortete der Offizier freundlich.Es iſt mir recht lieb, daß du ſo gerade zu rechter Zeit eingetroffen biſt, denn wir rücken morgen weiter und hätten deinen Vater ohne Hülfe zurücklaſſen müſſen. Jetzt biſt du da, und kannſt ihn pflegen. Dein Vater iſt ein tapferer Mann, Knabe, und darum freut es mich, daß er an dir einen Troſt auf ſeinem Schmerzenslager haben wird.

Aber iſt er denn nicht Ihr Gefangener?« fragte Hans beſorgt und ängſtlich.

Freilich wohl« entgegnete der Offizier lächelnd aber der Franzoſe achtet den verwundeten Tapferen, und dir zu lieb werde ich wohl ein Uebriges thun müſſen. Geh' hin zu deinem Vater und bringe ihm ſeine Freiheit und einen Gruß von General Rapp. Adieu, mein Kind!

Mit einem Freudenſchrei fiel Hans dem braven General zu Füßen und drückte einen Kuß auf ſeine Hand. Freundlich ſtreichelte dieſer die ſchwarzen Locken des hübſchen Knaben, ſagte nochmals:Adieu, Adieu, mein kleiner Tapferer und befahl dann einem ſeiner Adjutanten, den Knaben und ſeine Begleiter zu dem Verwundeten zu führen. Ein kleines Häuschen nahm ſte auf. Schon in der Thür ertönte ein lauter Jubel⸗

ruf der alte treue Paul ſtieß ihn aus und ſchloß⸗

den überraſchten Hans mit Entzücken in ſeine Arme.