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Ein Bibelblatt : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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ſich wirklich betrachten darauf hoffen, daß man ihre Unſchuld anerkennen und ihrer Reiſe kein Hinderniß in den Weg legen werde. Stephan, Hans und Ulrich baten den Offizier, ſie nicht aufzuhalten, und ſuchten ihm deutlich zu machen, daß ſie ganz ungefährliche und harmloſe Reiſende wären.

»Kann helfen nix, erwiederte der Offizier und zuckte die Achſeln.Wenn nicht haben Paß von fran⸗ zöſiſche General, Sie gefangen. Morgen Unterſuchung ſehen dann jetzt Marſch auf Wache.

Widerſtand konnte ſie nichts nützen, ſondern hätte Alles nur noch ſchlimmer gemacht. Seufzend ergab ſich Hans in ſein Schickſal, und folgte mit ſeinen Be⸗ gleitern niedergeſchlagen dem Offizier nach der Wache, wo alle Drei ohne viele Umſtände eingeſperrt und bis zum nächſten Morgen gefangen gehalten wurden. Hans klagte und murrte, und die Ungeduld, nur erſt wieder frei und ungehindert weiter zu können, ließ ihn kaum zur Ruhe kommen. Endlich gegen Mittag erſchien eine Ordonnanz und forderte die Gefangenen auf, ihm zum Verhöor zu folgen. Sie wurden in ein Zimmer geführt, wo ſich mehrere Offiziere befanden. Einer von ihnen ſchien ſehr vornehm, denn ſeine Uniform blitzte von reicher Goldſtickerei, und ſchwere Epauletten prangten auf ſeinen Schultern. Er betrachtete die Gefangenen genau, ſprach dann einige franzöſiſche Worte zu den andern Offizieren, und wandte ſich endlich mit einem freundlichen Lächeln wieder zu den Gefangenen, welche nicht ohne Bangen ihren Urtheilsſpruch erwarteten.

Wer ſeid Ihr?« fragte er in deutſcher Sprache.

»Ach, Herr Offtzier, antwortete Hans raſch,wir ſind nur zwei ganz unſchuldige Knaben, die gern nach

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