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Ein Bibelblatt : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Heeresmaſſen zu verhüten und ſich auf Umwegen durch alle Truppen⸗Abtheilungen hindurch zu ſchleichen. Eines Abends aber, als ſie in ein Dorf kamen, wo ſie zu übernachten beabſichtigten, tönte ihnen plötzlich ein lau⸗ tes:Halte! Qui vive?« entgegen, und der Schim⸗ mer eines Bajonnettes blitzte ihnen drohend in die Au gen. Das Dorf war von Franzoſen angefüllt und ein Ausweichen nun nicht mehr möglich.

Gut Freund! antwortete daher Stephan auf den unwillkommenen Anruf und näherte ſich der Schildwache, um ſich mit ihr zu verſtändigen. Das hielt nun frei⸗ lich ſchwer, denn der Franzoſe verſtand nicht deutſch an Seudhan nicht franzöſiſch, ſo wenig wie Hans und

lrich.

Votre passe-port! ſagte der Franzoſe, voder Ihr prisonniers!

Stephan hatte gut reden! Der Franzoſe ſchrie im⸗ mer nach dempasse-port, und Stephan hatte nicht nur keinen Paß, ſondern verſtand auch nicht einmal, was die Schildwache verlangte.

Da haben wir's!« ſagte Hans unruhig.»Nun wird man uns am Ende als Spion oder dergleichen gefangen halten, und es kann lange dauern, bis wir wieder frei werden. Das iſt doch ſehr unangenehm!«

Wird ſo ſchlimm nicht werden! meinte Ulrich. Zwei Knaben, wie wir, werden den Franzoſen keinen Verdacht einflößen!

Die Schildwache ſchien indeß doch anderer Meinung. Sie zwang die Reiſenden zum Bleiben, bis die Punde kam, ihn abzulöſen. Der befehlhabende Offizier ver⸗ ſtand zum Glück ein wenig deutſch, und nun endlich durften die Gefangenen denn als ſanehe muß