wir hoffen duͤrfen, du werdeſt noch eine Freude werden
Gott und den Menſchen. Zieh' hin in Frieden, Knabe,
und der Segen des Herrn ſei mit dir!“«
— Eine letzte Umarmung, ein letzter Händedruck, ein letzter Blick voll Liebe und Freundlichkeit und die Knaben zogen mit Stephan weiter. Mit hellem Auge ſchaute Hans in die Welt hinein, und ſein Herz war voll froher Hoffnung, daß er bald die Seinigen wieder⸗ ſehen und ihnen beweiſen werde, daß er ein Anderer gekommen ſei, als da er gegangen. Dieſe Hoffnung machte ihn friſch und fröhlich, und ſtimmte ſein Gemüth zu ſtiller und inniger Freudigkeit.
In kurzen Tagereiſen wurde der weite Weg zurück⸗ gelegt, und Stephan zog überall Erkundigungen über die Stellung der franzöſtſchen Truppen ein, welche er möglichſt zu vermeiden ſuchte. Denn obgleich wohl nicht eigentlich eine ernſte Gefahr von einem Zuſammen⸗ treffen befürchtet zu werden brauchte, ſo konnte ein ſolches doch möglicher Weiſe einen längeren Aufenthalt herbeiführen, welchen Hans ſehr ungern geſehen hätte. Ihn drängte und trieb es mit aller Sehnſucht nach Berlin zurück, wo er die Verzeihung ſeiner Tante, und, wenn auch nicht den Vater und Paul ſelbſt, ſo doch wenigſtens Nachrichten von ihnen zu finden hoffte. Zu⸗ dem lag ihm daran, den Seinigen recht bald Beweiſe von ſeiner Beſſerung zu geben, und endlich auch, ſie der Unruhe und Sorge zu entheben, in welche doch, allem Vermuthen nach, ſeine unbeſonnene und thörichte Flucht ſie verſetzt hatte. Mehrere Tage hindurch gelang es den unermüd⸗ lichen Nachforſchungen und der großen Vorſicht Stephans auch wirklich, ein Zuſammentreffen mit den feindlichen


