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„Woh!, wohl, ſo laß ihr die Hälfte, und ſchon das wird ein kleiner Schatz für ſie ſein,“ ſagte der Schacht⸗ meiſter.„Ich will dir nicht wehren, ihr deine Dank⸗ barkeit zu bezeigen, denn ſie hat es wohl um dich ver⸗ dient und bedarf der Unterſtützung. Auch iſt der Reſt mehr als hinreichend, die Koſten deiner Heimreiſe zu beſtreiten. Soll ich Frau Sabine rufen? Sie iſt bei mir im Hauſe.“
„Ja, ja,« bat Hans—„und ſie ſoll nicht nur das wenige Geld bekommen, ſondern ich werde meinen Vater auch bitten, ſie fernerhin reichlich zu unterſtützen, damit die gute Frau nicht Noth zu leiden braucht.“
Frau Sabine kam und weinte Thränen der Rüh⸗ rung, als ſie das reiche Geſchenk von Hans und die Verſicherung erhielt, daß er auch in der Ferne gewiß ihrer gedenken werde. Dann dankte ihr Hans für alle Theilnahme, die ſie ihm bewieſen hatte, und nahm Abſchied von ihr. Die gute Sabine zerfloß in Thrä⸗ nen, und wünſchte ihm Glück und Heil auf ſeinen ferneren Lebenswegen.
Am folgenden Morgen in der Frühe traten Hans, Ulrich und Stephan, ein braver Bergmann, den ihnen der Schachtmeiſter zum Begleiter ausgewählt hatte, die Reiſe nach Berlin an. Hans ritt ſeinen kleinen Schim⸗ mel, der munter unter ihm tanzte und fröhlich die friſche Morgenluft anwieherte. Ulrich und Stephan ſchritten nebenher. Sie wollten es nicht anders, obgleich Hans den Vorſchlag gemacht hatte, noch ein Paar Pferde zu kaufen, damit Alle beritten wären und man ſchneller vom Flecke komme. Sie könnten nicht reiten, meinten ſie, und es würde wohl ſo auch gehen. Der Schachtmeiſter gab ihnen das Geleit bis zum nächſten


