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wahr, Ulrich? Wir ſind und bleiben Brüder für unſer ganzes Leben?«
»Wenn du mich haben willſt, ja!« entgegneke Ul⸗ rich treuherzig, und ſchlug kräftig in die dargebotene Hand des Freundes ein.„Ich folge dir überall hin, denn du biſt mir lieb geworden in den Tagen der Gefahr.“
»Und meinſt du, ich, ich könnte je deine treue Theil⸗ nahme und Aufopferung vergeſſen?« ſprach Hans freund⸗ lich.„Wir bleiben bei einander, und mein Vater wird dich mit Freuden willkommen heißen.“
»„Ja, das glaube ich ſelbſt,« ſagte der Schachtmei⸗ ſter.„Zudem, Ullrichs Eltern ſind todt— hier hält ihn nichts; reiſe du in Frieden, mein Sohn, mit dem Freunde, den deine Treue dir erworben hat. Aber ſo ganz allein— zwei ſo junge Knaben— ich weiß nicht, es kommt mir doch zu gewagt vor! Ich werde Euch einen ſicheren Mann zum Begleiter mitgeben! Er ſoll Euch bis nach Berlin bringen.“
„Das wäre mir ſchon recht,« ſagte Hans;„aber — wir haben kein Geld— es wird Mühe koſten, nur uns beide Knaben durchzubringen, wie nun, wenn noch ein Dritter...«
»Was das anbetrifft, ſo kannſt du ohne Sorgen ſein, Hänschen,« unterbrach ihn der Schachtmeiſter. »Dein kleiner Schatz hat ſich wieder gefunden. Wenzel geſtand in ſeiner Reue, daß er ihn geraubt und wo er ihn vergraben habe, und Frau Sabine hat mir ſchon vor einigen Tagen die ganze Summe überbracht.« 1
»Nein, nein,“ ſagte Hans— pſie ſoll es behalten! Ich will nichts davon! Die arme gute Frau! Geben Sie ihr das Geld wieder, lieber Herr!⸗
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