kein Gehorſam, kein Nichts ſteckt in dem Jungen! Und
„doch muß man ihn lieb haben, die Wetterkröte! Ver⸗
weegen iſt er, wie der... hätte bald was geſagt! Aber, aber, was wird draus werden, wenn der Junge ſo fortmacht?«
Mißmuthig kehrte der Alte in das Schloß zurück, und nahm ſich vor, wieder einmal ein ernſtes Wort mit dem Major zu ſprechen. Aber der Major hörte kaum nach ihm hin, und das Ende vom Liede war, daß er ſchwermüthig ſagte:„Du haſt Recht, Paul, ganz Recht! Die Mutter fehlt dem Jungen! Nimm dich ſeiner an, dann wird's ſchon gehen. Ich kann's nicht, denn ſiehſt du, ich muß immer an andere Sachen denken. Du mußt mich nicht ſo viel ſtören, Paul!«
Paul zuckte die Achſeln, und über den Kummer um
den Vater vergaß er bald die Sorge um den Sohn.
Hans ritt indeß wohlgemuth und heimlich lachend, daß er den alten Paul ſo liſtig hinter's Licht geführt hatte, in das Dorf hinein. Grade vor dem Schulhauſe hielt er ſeinen Schimmel an und ſprang herunter, um den Sattel feſtzuſchnallen. Augenblicklich war er von der ganzen Schuljugend umringt, die ihn fröhlich lär⸗
mend bewillkommte.
»Wohin willſt du, Hans?« fragte einer der Kna⸗ ben.„Bleibſt du nicht zur Schule da?«
»Fällt mir nicht ein,“ antwortete Hans.„In den Wald hinaus reit' ich! Kommt mit, Jungens!«
„Ei ja, wenn der Schulmeiſter nicht wäre!« ſchrieen die Knaben.
„Der ſoll euch wohl nichts anhaben,“ prahlte Hans. „»Kommt nur, ich nehm' es auf mich! Und wenn er
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