nicht faul. Er ſtand dicht am Thore, ſchlug raſch die vier Fuß hohen Thorflügel zu, und Hans war auf dem — Hofe eingeſchloſſen.
„Hahaha, wie ſteht es nun, Jüngelchen?“ lachte der Alte.„Jetzt haben wir dich, und nun hübſch her⸗ unter vom Schimmel!“
„Das ſoll ſich doch erſt finden!“ rief Hans trotzig. „Aufgemacht das Thor, Paul, oder ich ſetze mit dem Schimmel quer über's Geländer hier weg!«
„Biſt du toll, Bube?“« ſchrie der Wachtmeiſter. „Bedenke— vier Fuß hoch— und der Sattel nicht einmal feſt— Hals und Bein brichſt du dabei!“
„Das iſt mir einerlei!“ ſagte Hans.„Auf mit dem Thor, oder....
3»Er ſetzte ſchon zum Sprunge an, aber das ängſt⸗ liche„Halt!« des Wachtmeiſters feſſelte ihn wieder.
„Du willſt alſo aufmachen?“ fragte er.
„Ja, ich muß ſchon, du nichtsnutziger Bube!“ ent⸗ gegnete der Wachtmeiſter und riß die Thorflügel auf— „aber paß auf, dir geht's noch einmal ſchlecht mit dei⸗ nem Eigenſinn und Ungehorſam. Du wirſt dich um⸗ ſehen, wenn du einmal gehorchen mußt.“
Hans lachte, ſchüttelte die Zügel, ſprengte zum Thor hinaus, und verſchwand unten im Dorfe. Kopſſchuͤttelnd blickte der ehrliche Wachtmeiſter ihm nach.
„Wetterbube, heilloſer!« murmelte er.„Wenn dem nicht unſer Herrgott den Brodkorb höher hängt, dann werden wir noch etwas erleben! Ein wahres Kreuz b und Leiden iſt's doch, daß der Major ſich ſo wenig
um den Jungen bekümmert! Vor dem Vater hätte er wohl Reſpekt, aber uns Andere lacht er Alle was aus. —= Gott führe das zu einem guten Ende. Keine Zucht,


