Druckschrift 
Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Wieder einmal hatte ich eines ruhigen Schlafes genoſſen, hatte mein gewöhnliches Frühſtück zu mir genommen, das mir jetzt nicht mehr, wie früher, von den Ratten verkümmert wurde, und ging dann, wie gewöhnlich, an meine Arbeit. Wieder ſtand mir eine Kiſte im Wege, die ich aufbrechen und auf die Seite ſchaffen mußte, wenn ich weiter vordringen wollte. Sie war ziemlich feſt gezimmert, und leiſtete meinen Anſtrengungen lange hartnäckigen Widerſtand. Doch hatte ich mir ſchon ſo viele Uebung im Aufbrechen von Kiſten erworben, daß auch dieſe zuletzt meinem Meſſer und meinen Händen erliegen mußte. Ich brach ſie auf, und fand darin, was ich bisher noch nicht gefunden und was ich am wenigſten zu finden erwar⸗ tet hätte, nämlich Bücher, ziemlich große dicke Bücher, ſammt und ſonders in Leder eingebunden, wie ich fand, als ich die Kiſte ausleerte, um ſie dann auf die Seite zu ſchaffen. Alle dieſe Bücher waren von gleicher Größe und von gleichem Formate, und es mochten wohl an fünfhundert Stück in der Kiſte geweſen ſein. Ich ſtapelte ſie links und rechts in meinem Tunnel auf, und nahm ein neues Hinderniß in Angriff.

Nach Beſeitigung der Kiſte traf ich auf einen gro⸗ ßen Sack über mir, der, wie meine Finger mir ſagten, mit einer weichen, nachgiebigen Maſſe angefüllt war, vermuthlich mit Mehl. Um mich davon zu überzeu⸗ gen, mach te ich mit meinem Meſſer einen Schlitz hin⸗ ein, und ſofort fühlte ich meine Hand von Etwas überſtreut, das ich angenblicklich durch mein Gefühl wirklich als Mehl erkannte. Es war mir willkommen, 8 obgleich ich noch eine große Menge von Zwieback in meinem Magazine liegen hatte, jedenfalls war es