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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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immer ein Zuwachs von Nahrungsſtoff, der das Ge⸗ ſrenſ der Hungersnoth immer weiter in die Ferne rückte. Aber ich ſollte bald gewahr werden, daß ich die Wichtigkeit meines Fundes überſchätzte. Wahrſchein⸗ lich, ja gewiß, hatte mein Meſſer einen größeren Riß in den Sack gemacht, als ich beabſichtigt hatte, und ich merkte auf einmal, daß ich mich in einer dichten Wolke von Mehl befinden mußte. Es rieſelte, wie ein kleiner Strom, auf meinen Kopf und auf meine Kleider herab, und verſetzte mir dermaßen den Athem, daß ich, nach einem vergeblichen Verſuche, die gemachte Oeffnung zu ſchließen, nothgedrungen mein Heil in ſchleunigſter Flucht ſuchen mußte. Bei längerem Blei⸗ ben wäre ich jedenfalls von dem Mehle erſtickt worden. Geraume Zeit wartete ich am Eingange meines Tunnels, ehe ich es wagte, mich wieder hinein zu be⸗ geben, und meine Arbeit von Neuem zu beginnen. Als ich vorwärts drang, bemerkte ich überall Mehl⸗ ſtaub, mehr und immer mehr, je weiter ich vordrang. In der letzten Strecke hatte er ſich ſogar kniehoch auf⸗ gehäuft, und ich mußte im Mehl waten, wie früher ſo manches Mal in ellenhoch gefallenem Schnee. Je⸗ denfalls aber war der Sack ausgeleert, denn ich merkte wohl, daß das Mehl nicht mehr von oben herab rie⸗

ſelte. Ein Griff an den Sack überzeugte mich vol⸗

lends von dieſer Thatſache. Er war leer bis auf eine geringe Quantität Mehl, und ich konnte ihn mit eben ſo leichter Mühe, als ob es nur ein Papierbogen ge⸗

weſen wäre, bei Seite ziehen. Dies that ich, und warf ihn hinter mich. Hierauf hob ich meinen Kopf

auf, um zu unterſuchen, welches neue Hinderniß ich