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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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feſtigt, daß mir das Meſſer wahr und wahrhaftig wieder ganz brauchbar erſchien. Ich machte einen Verſuch, und ſiehe da, er gelang, gelang zu mei⸗ ner größten Freude und zu meinem unausſprechlichen Entzücken.

Natürlich war die Klinge jetzt weit kürzer, als ſie vorher geweſen; indeß reichte ihre Länge immer noch aus, um auch die dickſten Bretter zu durchſchneiden, und dies genügte zu meinem Zwecke vollkommen. Ich begann wieder meine Arbeit, und ruhete nur, wenn ſich das Bedürfniß des Schlafes bei mir einſtellte.

Es würde zu weit führen, wenn ich ausführlich erzählen wollte, wie viele Kiſten und Ballen ich auf die Seite und aus meinem Wege räumte, und was für verſchiedene Waaren und Gegenſtände dabei durch meine Finger liefen. Auch kann ich nicht genau an⸗ geben, wie viele Tage und Nächte über meine Arbeit verſtrichen. Nur flüchtig ſei erwähnt, daß ich mich noch durch eine Maſſe von Kiſten mit Tuch, Sammet und Baumwollen⸗Waaren, durch Ballen Leinwand, durch Fäſſer mit Oel und anderen Flüſſigkeiten, ſelbſt durch eine große Kiſte, die mit Damenhüten angefüllt war, cinen Weg hindurchbahnte, ohne daß ich mir ſagen konnte, wie nahe ich meinem Ziele gekommen war. Daß ich mich dem oberen Verdecke genähert hatte, war mir freilich zweifellos, denn ich hatte einen ziemlich langen Tunnel hinter mir, und vernahm zu⸗ weilen deutlich das Geräuſch de Lebens von oben herab. Dies war genug, um meinen Muth aufrecht

zu erhalten, und von einer Zeit zur anderen neu zu

ſtärken. Ich arbeitete fort und wühlte weiter und wei⸗ ter, wie ein Hamſter unter der Erde.