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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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keit vermuthen, denn ich hatte, um ſie anzuködern, einen Theil vom kleinen Reſte meines Zwiebacks in den Sack gethan, und eine beſſere Lockſpeiſe konnte ich ihnen nicht darbieten.

Es dauerte gar nicht lange, ſo kamen die Ratten in hellen Haufen angetrippelt und ſtürzten ſich ohne Bedenken in die Falle hinein, wie ich deutlich aus ihrem Pfeifen, Quieken und Nagen ſchließen konnte. Sie ſprangen über einander hinweg, drängten ſich, und zankten und biſſen ſich ſogar um die wenigen Brocken, die ich ihnen hingeworfen hatte. Nach ein paar Minuten dachte ich, daß ich nun wohl genug Ratten im Sacke haben werde, und zog, ſo ſchnell ich konnte, meine Schnur zu, ſo ſchnell, daß mir auch nicht eine einzige von den im Sacke befindlichen Beſtien entkam.

Nun galt es, ſie todt zu machen, ohne mich ſelber dabei zu gefährden, und ich erreichte dies auf die Weiſe, daß ich den Sack mit den Ratten auf die blanken eichenen Balken meines Fußbodens legte auf den Sack ein hinreichend großes Stück Brett deckte, und nun mit den Füßen aus Leibeskräften auf dem Brette heruni trampelte. 1

Anfänglich hatte ich Mühe, mich in meiner Stel⸗ lung zu behaupten, denn die Ratten wehrten ſich mit verzweifelter Wuth, und wimmerten unter meinen Füßen wie beſeſſen, indem ſie auf die gräulichſte Weiſe pfif⸗ fen und quiekten. Einmal gelang es ihren krampf⸗ haften Zuckungen wirklich, mich von dem Brette her⸗ unter zu werfen; aber augenblicklich deckte ich das Brett wieder auf den Sack, und fuhr fort zu trampeln und darauf herum zu ſtampfen, bis keine einzige Ratte

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