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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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zu machen, um ſo viele von ihnen zu fangen, als ich zur Friſtung meines Lebens bedurfte.

Eine Falle von Draht und Eiſen konnte ich frei⸗ lich nicht herſtellen, aber einen Sack von Tuch konnte ich machen, der ganz und gar ſich zum Rattenfange eignete. Ich riß ein Stück Tuch von angemeſſener Größe los, und nähte es ſo zuſammen, daß es auf drei Seiten geſchloſſen, und nur auf einer offen war, ſo daß es alſo einen ganz richtigen Sack bildete. Das offene Ende verſah ich mit einer Schnur, wie die Schnur eines Geldbeutels, vermittelſt derer ich im Nu die Oeffnung zuziehen und ſo den Sack ſchließen konnte. Mit Hülfe meines Meſſers und einiger Streifen Baſt, welche ich aus einer um ein Stück Tuch gewickelten Baſtdecke zog, brachte ich mein Werk ohne große Mühe zu Stande.

Als der Sack fertig war, räumte ich die Tuch⸗

ſtücke auf die Seite, der Art, daß ein gutes Stück

des Fußbodens frei wurde. Die Tuchſtücke ſtopfte ich, da es mir an anderweitigem Plaatze fehlte, in das leere Branntweinfaß, welches mir auf dieſe Weiſe alſo doch noch zum Nutzen gereichte. Dann verkeilte ich alle Schlupflöcher, welche die Ratten zu benutzen pflegten, bis auf eines, das von ihnen als Haupteingang be⸗ nutzt wurde, und grade vor dieſem ſtellte ich meine Falle auf, indem ich dazu einige Stücke Holzſplitter benutzte, an denen ich keinen Mangel litt. Neben der Mündung des Sackes kniete ich nieder, hielt die Schnur zum Verſchließen deſſelben in der Hand, und wartete in dieſer Stellung geduldig auf die Ankunft

der Ratten. Daß dieſelben kommen würden, und zwar

in Menge, konnte ich mit der größten Wahrſcheinlich