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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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denn ſie ſtoben eiligſt davon, und ſchon nach wenigen Augenblicken fand ich zu meiner Freude, daß ſie ohne Ausnahme das Feld geräumt hatten.

Nicht länger konnte ich mir nun verhehlen, daß noch eine Menge von Ratten im Schiffsraume vor⸗ handen ſein, und ſich in den zahlreichen Spalten unter dem Balkenwerk deſſelben verborgen halten muß⸗ ten. Es galt alſo, vor ihnen auf der Hut zu ſein. Gegen ein Dutzend dieſer Geſchöpfe hätte ich mich vielleicht meiner Haut wehren können; aber ich mußte ihnen unfehlbar unterliegen, wenn ſie mich, was ganz und gar nicht unmöglich ſchien, zu Hunderten an⸗ griffen.

Mich ſchauderte bei dieſem Gedanken. Von die⸗ ſen gräßlichen Beſtien zu Tode gebiſſen, oder wohl gar bei lebendigem Leibe von ihnen aufgefreſſen zu werden, ſchien mir viel entſetzlicher, als jeden anderen Tod zu ſterben, und ich ſann auf der Stelle über die Mittel nach, die mir zu Gebote ſtanden, um mich gegen ein ſolches Ende zu ſchützen.

Ich fand nach langem Nachdenken kein anderes, als das: jede Oeffnung zu verſtopfen, durch welche die Ratten in mein Verſteck eindringen konnten.

Dieß that ich mit der äußerſten Sorgfalt, empfand aber dann eine ſolche Müdigkeit, daß ich mich im Ge⸗ fühl meiner Sicherheit auf meine Matratze warf, und auch ſofort einſchlummerte.

Wie lange ich ſchlief, weiß Gott allein. Ich weiß nur, daß mein Schlaf ſehr feſt und tief war, und daß er dieſes Mal nicht durch die Ratten geſtört wurde.

Als ich, wahrſcheinlich erſt nach Verlauf vieler

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