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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Zur Rechten und Linken thürmten ſich ebenfalls große Fäſſer neben mir auf, welche der ſtärkſte Mann nicht hätte von der Stelle ſchieben können, und auch ſie reichten bis hinauf unter die mächtigen Balken, welche das Zwiſchendeck über mir von dem unterſten Schiffsraume trennten, in welchem ich, wie in einem engen Sarge, begraben lag.

Eine Zeitlang war ich wie gelähmt und hatte alle Spannkraft des Geiſtes verloren. Eine wilde und furchtbare Verzweiflung bemächtigte ſich meiner, und jede Hoffnung, aus meiner wahrhaft entſetzlichen Lage befreit zu werden, erloſch vollſtändig in meinem Herzen.

Nach geraumer Zeit erſt vermochte ich wieder ſo viel Faſſung zu erlangen, daß ich mir die Frage vor⸗ legen konnte:„Was nun beginnen?“

„Mache Lärm! Schreie! Poche! Tobe!“ rief mir meine innere Stimme zu, und ich gehorchte ihr bereit⸗ willig, da es mir das beſte Mittel zur Rettung zu ſein ſchien. Mit aller Gewalt erhob ich meine Stimme, ſchrie um Hülfe, und donnerte zugleich mit Händen und Füßen gegen die Bretterwand, welche mich von dem Verkehre mit der übrigen Welt unbarmherzig ausſchloß.

Wohl eine Stunde ſetzte ich dieſe meine Bemühun⸗ gen fort, bis meine Stimme in einem heiſeren Keuchen erſtarb, und Hände und Füße mich ſo heftig ſchmerz⸗ ten, daß ich ſie kaum noch zu bewegen im Stande war.

Niemand hatte mich gehört, Niemand kam mir zu Hülfe, ich konnte alſo nicht länger an der gräßlichen und entſetzlichen Gewißheit zweifeln, daß ich wahr und wahrhaftig lebendig begraben ſei, und aller Wahr⸗

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