um in mein bergendes Verſteck zwiſchen den Fäſſern zu gelangen. Aber wie ich auch tappte und taſtete, dieſe Oeffnung war verſchloſſen, und ich konnte aus meiner kleinen Höhle nicht wieder heraus.
Mein Erſchrecken, mein Entſetzen mag man ſich denken! Einige Augenblicke ſtand ich wie zu Eis er⸗
ſtarrt; dann aber unterſuchte ich von Neuem meinen
engen Kerker, fand aber auch von Neuem, daß er durch eine Bretterwand verſchloſſen war, und zwar ſo dicht verſchloſſen, daß ich weder rechts noch links auch nur einen Finger hätte durchquetſchen können. Mit verzweifelter Heftigkeit ſtemmte ich meine Schulter gegen die Bretterwand und ſuchte ſie mit dem Auf⸗ gebot aller meiner Kräfte zur Seite zu ſchieben. Doch wich ſie meinen Anſtrengungen auch nicht um eines Haares Breite, und ich mußte dadurch wohl zu dem Schluſſe kommen, daß ſie ein Beſtandtheil einer ſehr großen und ſehr ſchweren Kiſte ſei, welche ein un⸗ glücklicher Zufall grade als nicht zu beſeitigenden Rie⸗ gel vor mein dunkles Gefängniß geſchoben hatte. Faſt verlor ich allen Muth, und es fehlte nicht viel, ſo wäre ich in einen Strom von Thränen aus⸗ gebrochen. Indeß erinnerte ich mich noch zur rechten Zeit, daß in meiner Lage alles Weinen vollkommen nutzlos und überflüſſig ſein mußte, und machte einen Verſuch, ob es mir nicht gelingen könnte, auf der an⸗ deren Seite meines engen Kerkers einen Ausweg zu finden. Hurtig wendete ich mich dorthin. Meine Hoffnung zeigte ſich als eitel. Auch hier verſperrte mir ein großes Faß, auf welchem noch ein zweites,
eben ſo großes, lag, vollſtändig den Ausweg. Keine
Maus hätte ſich dazwiſchen durchdrängen können.


