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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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in heftigſter Weiſe überfallen hatte. Ein Zweifel daran war nicht möglich, denn ich hatte ſie ſchon früher einmal bei einer ſtürmiſchen Ueberfahrt von Helgoland nach Hamburg äußerſt gründlich kennen gelernt. Aber die Gewißheit darüber gereichte mir zu gleicher Zeit zur Beruhigung, denn es war mir wohl bekannt, daß die Seekrankheit wohl ein ſehr unangenehmes und peinliches Uebel, im Uebrigen aber keineswegs lebens⸗ gefährlich iſt.

Ich brachte, anſtatt zu ſchlafen, eine abſcheuliche Nacht zu, an die ich heute noch mit wahrem Grauen zurückdenke. Dann und wann fielen mir wohl die Augen zu und ich ſchlummerte ein wenig ein, aber nur, um bald darauf durch ein erſtickendes Gefühl wieder aufgeweckt zu werden, als ob mir die Lungen zuſammengepreßt würden, und ich keinen Athem ſchöpfen könnte. Qualvolle Stunden waren es, die ich ver⸗ brachte, und ich hatte nur einen einzigen Troſt, den: daß die Stunde meiner Befreiung und Erlöſung nicht allzu fern mehr ſein konte. Feſt entſchloſſen war ich, am nächſten Morgen auf das Verdeck zu gehen, und mich auf Gnade und Ungnade Herrn van der Hahn in die Arme zu werfen.

Nach unendlich langem Harren,— denn jede Mi⸗ nute ſchien ſich mir zu Stunden auszudehnen,— vernahm ich endlich von oben her, allerdings nur ſchwach und kaum von dem Anprall der Wogen an die Schiffsplanken zu unterſcheiden, ein dumpfes Geräuſch, welches mir verkündigte, daß eine Nacht verſtrichen und ein neuer Tag angebrochen ſein müßte. Sofort raffte ich mich auf, und tappte mit beiden Händen nach der Oeffnung, durch welche ich gekvochen war,