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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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mir der Durſt. Trotzdem kam mir auch nicht ent⸗ fernt ſchon der Gedanke in den Sinn, mein Verſteck zu verlaſſen und mich nach Oben zu begeben. Die Entdeckung wäre jedenfalls noch zu früh für die Durch⸗ führung meines Planes gekommen. Demnach beherrſchte ich, ſo gut es eben gehen wollte, die heftige Begierde nach Speiſe und Trank, und tröſtete mich mit der Hoffnung, daß ich es ſchon bis zum nächſten Morgen ohne Eſſen und Trinken aushalten werde. Der Tag ging ja bald herum, und in der künftigen Nacht ge⸗ dachte ich eben ſo ſüß und ruhig zu ſchlafen, wie in der vergangenen.

Mittlerweile wurde der Anprall der Wogen gegen das Schiff immer ſtärker und gewaltiger, ſo daß ſie ein donnerähnliches Getöſe hervorbrachten, und daß

ſelbſt die ſtarken Schiffsbalken unter ihrer Wucht zu beben ſchienen. In gleicher Weiſe nahm das Rollen und Stampfen des Schiffes zu, ein ſicherer Beweis, daß eine ſehr friſche Briſe das Fahrzeug vor ſich her⸗ treiben mußte, wenn nicht gar ein richtiger Sturm⸗ wind ausgebrochen war. Bei dieſer Wahrnehmung fühlte ich mich doch nicht mehr ganz behaglich in meinem Verſtecke, das ſehr viel Aehnlichkeit mit einem ſtockfinſte⸗ ren Kerker, und kaum eine beſſere Luft, als ein ſolcher hatte. Eine gewiſſe Schwäche überfiel mich, es ſummte in meinem Kopfe, und ein unbeſchreibliches Gefühl von Ekel ſchnürte mir Herz und Magen zuſammen. Bald darauf fühlte ich mich ſo elend, wie ein kranker Hund, und ſo hinfällig, daß ich mich nicht mehr auf⸗ recht ſitzend erhalten konnte. Ich mußte mich der Länge nach auf den Boden ausſtrecken, und konnte mir nicht länger verhehlen, daß mich die Seekrankheit