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kränken würde, bedachte ich nicht. Auch fiel mir nicht ein, daß man mich mit dem erſten beſten Schiffe, dem man auf hoher See begegnete, nach Altona zurück⸗ ſchicken könnte. Nur das Eine ſchwebte meiner Seele vor, daß ich die kleine Helene wiederſehen, und in ihrer Geſellſchaft die weite Reiſe nach Calcutta ma⸗ chen würde.
Vorſichtig blickte ich um mich. Als ich mich über⸗ zeugt hatte, daß Niemand auf mich achtete, ſchlich ich vorſichtig und leiſe bis an den Fuß des großen Ma⸗ ſtes, wo ſich eine Luke befand, durch welche die Fracht⸗ güter in die unteren Räume des Schiffes hinabgelaſ⸗ ſen wurden. Sie ſtand offen, denn die Ladung des Schiffes war noch nicht ganz vollſtändig, und es ſollte überhaupt erſt in der Frühe des nächſten Morgens die Anker lichten. Als ich in die Luke hineinſchaute, bemerkte ich zwar keine Treppe, aber ein ſtarkes Tau, das vom Rollbalken in den Raum hinunter hing, und an welchem die Waaren⸗ und Güter⸗Ballen in die Tiefe hinabgelaſſen wurden. Ein Tau, welches Cent⸗ ner ſchwere Laſten trug, konnte unter dem leichten Ge⸗ wichte eines Knaben, wie ich war, nicht reißen. Ich überzeugte mich, daß es ordentlich befeſtigt war; dann packte ich es mit beiden Händen, und ließ mich lang⸗ ſam an ihm hinuntergleiten, wie in einen tiefen Schacht.
Bei dieſer kleinen Reiſe empfand ich nicht die ge⸗ ringſte Furcht, denn ich war ja ein geübter Kletterer, wie es deren nur wenige gab; und, wie ich gehofft und erwartet hatte, gelang es mir ohne beſondere Mühe, bis hinunter in den unterſten Schiffsraum zu kommen. Hier war es, da die Abenddämmerung be⸗


