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ten ſich mit den nicht minder bitteren Schmerzenstro⸗ pfen meiner anmuthigen kleinen Freundin.
Bei alledem mußte ich eben doch ſehen, mich in das Unvermeidliche zu fügen. In dumpfer Betäubung brachte ich die wenigen Tage zu, an welchen es mir noch vergönnt war, die Geſellſchaft meiner kleinen Freundin zu genießen. Als endülch der Tag der Einſchiffung her⸗ angekommen war, und ich ſie noch bis an Bord des gro⸗ ßen Oſtindien⸗Fahrers begleitete, der die Familie nach Calcutta bringen ſollte, als ich Abſchied von der klei⸗ nen Helene nahm und den letzten Händedruck mit ihr wechſelte, da war es mir grade, als ob mir das Herz brechen müſſe. Herr van der Hahn machte indeß dem Abſchiede ein ſchnelles Ende. Er nahm ſein Töchter⸗ chen bei der Hand, und führte ſie in die Kajüte, die er für die Dauer der Reiſe auf dem Schiffe gemie⸗ thet hatte.
Da ſtand ich denn allein an Bord des gewaltigen Schiffes, voller Trauer und Herzeleid. Niemand be⸗ kümmerte ſich um mich. Die Matroſen gingen ihren Geſchäften nach, ohne irgendwie auf mich zu achten. Einer ſchrie mir nach einer Weile zu, ich ſolle mich vom Schiffe fortpacken, denn es würde bald Nacht werden und dann kein Boot mehr anu's Land gehen. Schon machte ich Miene, der barſchen Weiſung zu ge⸗ horchen,— da auf inmal durchblitzte mich ein Ge⸗ danke, der mich mit wahrhaftem Entzücken erfüllte, der Gedanke: anſtatt das Schiff zu verlaſſen, mich auf demſelben zu verbergen, bis es abgefahren ſein und die hohe See erreicht haben würde,— und im Nu war ich entſchloſſen, dieſen Gedanken auszuführen.
Wie ſehr ich dadurch meinen guten Pflegevater


