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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Auch mein Umgang mit der kleinen Helene und ihren Aeltern änderte und beſſerte hierin nichts an mir. Ohne Zweifel war die Familie van der Hahn religiös und gottesfürchtig, aber Keiner von ihnen trug dies zur Schau. Helene war ohnehin noch viel zu jung und unentwickelt, um mir zur Lehre und zum Beiſpiel dienen zu können, und niemals kam bei un⸗ ſern Zuſammenkünften auf religiöſe Gegenſtände die Rede. So geſchah es, daß ich, ſelbſt nach meiner Confirmation noch, von den göttlichen Wahrheiten in⸗ nerlich unberührt blieb, während meine äußere Poli⸗ tur von Tag zu Tag freier und in die Augen fal⸗ lender wurde.

Ueber ein Jahr verlebte ich in faſt täglichem Ver⸗ kehr mit der kleinen Helene, und brachte in dem Hauſe ihres Vaters faſt mehr Zeit zu, als in der Hütte mei⸗ nes guten, nur allzuguten Pflegvaters, allzugut, weil er mir eben in allen Dingen vollkommene Freiheit ließ, und nie daran dachte, mich zu ſchwerer Arbeit oder auch nur zu einer gewiſſen regelmäßigen Thätig⸗ keit anzuhalten. Zu ſeinen wirthſchaftlichen Arbeiten brauchte er keine Hülfe weiter, und ſchon darum über⸗ ließ er es mir ſelber, über meine Zeit und meine Be⸗ ſchäftigungen nach eigenem Ermeſſen und Belieben zu beſtimmen. Außerdem wußte er mich im Hauſe des Herrn van der Hahn gut aufgehoben, und dies war eine Veranlaſſung mehr für ihn, ſich nicht beſon⸗ ders weiter um mich zu bekümmern.

Was mich anbetrifft, ſo machte ich mir keinerlei Sorgen und Gedanken, um meine Zukunft. Das Le⸗

ben, wie ich es damals führte, gefiel mir, und ge⸗

nügte vollkommen meinen Wünſchen, und nach meiner

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