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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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unſere Unterhaltung nicht durch einen Diener unter⸗ brochen worden wäre, der uns die Weiſung des Herrn van der Hahn überbrachte, zu Tiſche zu kommen. Ich wollte mich entfernen, aber die kleine Helene litt es nicht. Ich mußte mit am Tiſche ihrer Eltern ſpeiſen, und durfte erſt, als es Abend wurde, nach dem Hau.ſe meines Pflegevaters zurückkehren. »Mehrere Stunden waren mir auf das Lieblicchſte, aber zugleich ſo ſchnell dahin geſchwunden, daß ich ſie faſt nur für einen ſchönen Traum gehalten hätne. Um ſo lebhafter war aber auch meine Sehnſucht mach einem zweiten Beſuche, den ich dießmal nicht ſo lange als den erſten verſchob. Wie das erſte, ſo aucch das zweite

Mal wurde ich mit herzlicher Freundlichkeit empfangen,

und nach wenigen Wochen war ich eien täglicher, und täglich auch erwarteter Gaſt im Hauſſe des Herrn van der Hahn. Alle dort waren gütig gegen mich; nicht allein meine kleine Freundin and Geſpielin Helene, ſondern auch deren Eltern, vend ſogar auch die ziem⸗ lich zahlreiche Dienerſchaft.

Du wunderſt dich doüber vielleicht, lieber Leſer,

weil ich doch ſelbſt mier ſchon das Zeugniß gegeben habe, daß ich zu jenet Zeit ein ziemlich nichtsnutziger Taugenichts und Tagedieb war. Aber, ich muß es nur geſtehen, der Umgang mit der kleinen He⸗ lene blieb nichft ohne Einwirkung auf mein Gemüth und auf mej Betragen. Im Anfange meiner Beſuche im Hauſe ihres Vaters hatte der Glanz und Reich⸗

thum deſſelben meinen gewöhnlichen Uebermuth ein

wenig, eingeſchüchtert, und nachher war es hauptſäch⸗ lichdas aumuthige Weſen des kleinen Mädchens,

welches meinen ungeſtümen Geiſt im Zaume hielt, 24*

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