ältlichen Herrn mit wohlwollenden und gutmüthigen Zügen empfangen wurden.
„»Ah, meine liebe Helene,“ rief er uns entgegen, —„wen bringſt du mir da? Und was? Dein Papa⸗ gei wieder hier? Gewiß hat dieſer junge Burſche ihn gebracht, und will nun ſeine Belohnung in Empfang nehmen. Nun, ich werde nicht knauſerig gegen ihn ſein, da er dir, wie ich ſehe, eine ſo große Freude bereitet hat!“
„Ich danke, Herr, für jede Belohnung,“ ſagte ich raſch.
„Ha, ha, wer biſt du denn eigentlich, mein Bürſch⸗ chen?“ wendete er ſich ein wenig verwundert zu mir. „Biſt du ſo ſtolz, daß du wohl Dienſte leiſten, aber kein Zeichen der Dankbarkeit dafür annehmen willſt?“
„Ich bin nicht ſtolz, gar nicht,“ erwiederte ich.
»Nun, ſo ſage mir wenigſtens, wer deine Eltern ſind,« ſprach er lächelnd.
Kurz und bündig theilte ich ihm die Verhältniſſe
mit, in denen ich lebte, und fügte hinzu, daß mein Pflegevater nicht ſo arm ſei, um mich Noth leiden laſſen zu müſſen.
„»Wohlan denn, ſo ſchweigen wir von der Beloh⸗ nung,“ ſagte der gute alte Herr;—„doch hoffe ich, daß du uns wenigſtens dann und wann wieder be⸗ ſuchen und mit meiner Tochter Helene und ihrem Pa⸗ pagei ſpielen wirſt, wenn dich dein Weg an meinem Hauſe vorbei führt.“
„Ja, thue das,“ bat die Kleine in freundlichem und zutraulichem Tone;„ich werde mich allemal freuen, wenn du kommſt.“
Ich war wohl ein trotziger, wilder, nichtsnutziger


