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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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nach dem Papagei ausſtreckte, welcher mörderiſch zu kreiſchen und zu ſchreien anfing.

Lori! Mein Lori! rief das hübſche Mädchen von Neuem.Er gehört mir, der Vogel, und du mußt ihn mir wiedergeben. Warte nur einen Augen⸗ blick! Ich komme ſogleich hinunter!

Im nächſten Augenblicke ſtand ſie vor mir.

Nicht wahr, du gibſt mir meinen Lori wieder ſagte ſie mit der lieblichſten Schmeichelſtimme, die ich noch je im Leben gehört hatte.Mein Vater wird dich reichlich dafür belohnen, daß du den Vogel ge⸗ fangen und hergebracht haſt.

Nein, nein, ich will keine Belohnung haben, gab ich zur Antwort, indem ich ihr den Papagei hin⸗ reichte, den ſie ſogleich mit den zärtlichſten Liebkoſun⸗ gen überhäufte.Adieu, Kleine!

Mit dieſen Worten ging ich weiter, aber ſie kam ſogleich hinter mir her, und hielt mich am Arme feſt.

Gott behüte! du mußt mit mir in's Haus kom⸗ men und mit zu meinem Vater gehen, ſagte ſie eifrig. Er würde mich ſchön auszanken, wenn ich dich ohne Weiteres wollte fortgehen laſſen. Komm' nur mit! Komm!

Ihre Worte lauteten zugleich ſo bittend und ſo beſtimmt, ihr ganzes Weſen war ſo lieblich und an⸗ muthig, daß ich nicht länger widerſtehen konnte, ob⸗ gleich ich mir feſt vornahm, keinerlei Belohnung für das Wiederbringen des Papagei's anzunehmen.

Wir begaben uns alſo in das Haus, und die Kleine geleitete mich durch mehrere Zimmer in ein ſehr ſchön und reich ausgeſtattetes Gemach, wo wir von einem