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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Heues u. ſ. w. Im Sommer mit der Erndte; im Herbſt mit Pflügen und Säen; im Winter mit Dre⸗ ſchen und Häckſelſchneiden. Ein alter Knecht half ihm dabei, der ehrliche gute Philipp. Selten nur ſah man die Beiden müſſig gehen; noch ſeltener ſah man ſie mit meiner Erziehung beſchäftigt. Auch die Magd, die alte Hanne, kümmerte ſich nur blutwenig um mich, obgleich ſie mich vollauf mit Eſſen und Trinken ver⸗ ſorgte. Sie hatte in Kuhſtall und Wirthſchaft alle Hände voll zu thun, und die Ueberwachung der Hüh⸗ ner, Enten und Gänſe lag ihr mehr am Herzen, als meine körperliche und geiſtige Entwickelung.

Da ich ſomit ziemlich mir ſelbſt überlaſſen blieb, verſpürte ich bald Langeweile im Hauſe, und ſuchte mir Zerſtreuung außerhalb deſſelben. In dem benach⸗ barten Dörfchen fand ich bald einige Spielgenoſſen, die eben ſo wenig, als ich, unter erfahrener Leitung und Aufſicht ſtanden. In die Schule gingen ſie nicht, denn es war keine Schule da. In die Kirche kamen ſie nur ſelten, denn die nächſte Kirche war die Alto⸗ naer, und der Weg dahin ein wenig weit. Deſto fleißiger ſtreiften ſie in Feld und Wald umher, und ich ſchloß mich ihnen um ſo lieber an, als ich ſelber in mir einen bedeutenden Hang zum Vagabondiren verſpürte. Fiſche fangen und Vogelſtellen gehörte zu unſeren angenehmſten Beluſtigungen; und wenn ich mit einem hübſchen Gerichte Forellen und Aalen, oderr die Taſchen voll gepfropft mit Krammetsvögeln und Lerchen Abends heimkehrte, wurde ich von der alten Hanne, unſerer Magd, keineswegs etwa geſcholten und zu beſſerem Thun ermahnt, ſondern eher belobt und in meinem nichtsnutzigen Treiben ermuntert. Vom