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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Nun, weißt du was, Hans, ſagte er nach kur⸗ zem Beſinnen zu mir,nach meiner Anſicht iſt's am beſten, wir machen uns alle Beide auf, und gehen nach dem Dorfe, wo dein Onkel wohnt. Weißt du den Weg dahin?

Ja, erwiederte ich.Voriges Jahr war ich dort mit der ſeligen Mutter. Dort hinaus zu liegt es.

Gut, ſo werde ich jetzt noch ein Geſchäft beſor⸗ gen, und nach etwa einer Stunde dich abholen, ſagte der Aktuar.Bleibe einſtweilen ruhig hier. Verſtehſt du? Dem Hauswirth werde ich ſagen, daß er dich nicht ſtören noch hinaus jagen ſoll.

Mir war's recht ſo, mir wäre Alles recht ge⸗ weſen dazumal, denn der Tod meiner guten Aeltern hatte mich ganz elend und wüſte im Kopfe gemacht. Onkel Beuthge war immer freundlich mit mir gewe⸗ ſen, wenn er meine Aeltern beſuchte, und ich hatte ihn daher ſo lieb gewonnen, daß ich mich recht gern in ſeine Oohut geben wollte.

Zur beſtimmten Stunde holte mich der Aktuar ab, und wir verließen die väterliche Wohnung, ich mit Thränen in den Augen, die ich nicht zurückdrängen konnte, und auch nicht wollte. Wenn meine Thränen recht reichlich floſſen, fühlte ich mich immer leichter um's Herz herum, und ſomit waren ſie eine rechte Wohlthat

für mich. Der Aktuar ſchalt mich nicht aus, ſondern

nahm mich bei der Hand, und redete mir freundlich und tröſtlich zu. So kamen wir aus der Stadt in's Freie, und über Felder und Wieſen führte ich meinen Begleiter dem Baumgute meines Onkels zu.

Das iſt es, ſagte ich, als das ſchlichte Stroh⸗ dach des Wohnhauſes über die gelben Aehren eines