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Aus allen Welttheilen : Scenen und Bilder zur Unterhaltung und Belehrung für die reifere Jugend / hrsg. von Franz Hoffmann
Entstehung
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feſſelte der Anblick der Reiter, welche wie auf den Flügeln des Windes einherjagten, ihre ganze Theilnahme und Aufmerk⸗ ſamkeit. Dieſe beiden Reiter haben wie die Nacht ſchwarze Pferde, ſagte Marianita;der eine ſitzt feſt auf dem Sattel wie ein Centaur, aber er iſt klein... ah! es iſt ein Maul⸗ thiertreiber! Der Andere! Unterſcheideſt du den Andern?« ſagte Ger⸗ trudis. 1G Der Andere, antwortete ſie,iſt einen Kopf größer, als der Erſte, er iſt auf den Hals ſeines Pferdes geneigt; ich ſehe ſeine Züge nicht. Ah! er erhebt den Kopf, er ſitzt eben V ſo feſt auf dem Sattel, als der Erſte. Die Gefahr ſchüchtert ihn nicht ein! Ah! er i*ſt ein edler Reiter!. Gewiß, das iſt er!« ſagte Gertrudis.Möchte Gott Beiden beiſtehen! Jeſus! begann Marianita wieder,noch einen Sprung ihrer Pferde, und ſie ſind gerettet! Ach! es iſt nicht mehr Zeit!« füͤgte ſie voll Angſt hinzu;da ſind die Gewäſſer! Jungfrau des Paradieſes! was ſie entſetzlich mit ihrem rothen Schaume und ihrem Brüllen ſind! Da peitſchen ſie jetzt die Mauer! Mutter Gottes! beſchütze dieſe beiden kühnen Männer! Sie halten ſich bei der Hand... ſte drücken den Sporn in die Weichen ihrer Pferde... ſie blicken dem Tode in's Antlitz... ſie fallen mit ſtolzer Stirn wie Ritter, welche den Feind an⸗ greifen, über die Gewäſſer her... Horſt du, Gertrudis, der Eine von ihnen, der Kleinere, ſingt einen Lobgeſang, wie die erſten Chriſten vor den Löwen des römiſchen Circus. Die beiden Schweſtern hörten in der That eine männliche Stimme, welche das Getöſe der Gewäſſer überſchallte, indem

ſie ſang: