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Aus allen Welttheilen : Scenen und Bilder zur Unterhaltung und Belehrung für die reifere Jugend / hrsg. von Franz Hoffmann
Entstehung
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In manus tuas Domine commendo animam meam. »Ich ſehe ſie nicht mehr,« begann Marianita athemlos wieder,die Wellen haben die Pferde und die Reiter bedeckt.«

Es entſtand ein Moment entſetzlichen Schweigens in dem Zimmer, das die Gewäſſer mit ihrem Gebrüll erfüllten.

»Ahl ich ſehe ſie nochmals,« begann Marianita wieder, da erſcheinen ſte wieder. Jeſus mein Gott! nur Einer befin⸗ det ſich noch auf dem Sattel, es iſt der Größere. Gott des Himmels! welchen kräftigen Arm du

ihm gegeben haſt! Er neigt ſich auf ſeinen Sattel, er hält den Kleineren bei ſeinen Kleidern... er hebt ihn wie ein Kind auf... er wirft ihn

über ſein Pferd... welcher ſonderbare Hauch aus den Nüſtern des Thieres dringt! aber es ſcheint eben ſo kräftig, als ſein Herr... die doppelte Laſt, welche es trägt, verhindert es nicht, die Gewäſſer zu ſpalten... Gertrudis! Gertrudis! die Ge⸗ wäſſer, welche die Bäume des Waldes entwurzeln, werden durch dieſen Mann beſiegt werden... Heilige Jungfrau! wirſt mkommen laſſen? Wehe! Wehe! ein ungeheurer Baum rückt wirbelnd gegen ſie heran, er wird das Pferd und die Reiter treffen...« »Erzengel, beſchütze ihn!« ſagte Gertrudis.

Maria, ſtille den Zorn der Gewäſſer!« Wie als ob dieſe Bitte erhört worden wäre, fuhr Maria⸗

nita nach einer kurzen Pauſe jubelnd fort:

Gott ſei geprieſen! Gertrudis, geprieſen ſei der, der ein Werkzeug des Verderbens in ein Werkzeug des Heiles zu ver⸗ wandeln weiß! Zehn Lazzos haben zugleich die Wurzeln und die Zweige des Baumes umſchlungen; die Wuth der Gewäſſer hat keine Gewalt mehr über ihn, er iſt ein ſchwimmendes Floß. Der Reiter könnte ſich auf ſeinen Stamm ſchwingen, aber er will weder das edle Thier verlaſſen, deſſen Kraft ihn

»Jungfrau