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auf dem Grunde von dem Herzen des Offiziers wiederhallten, die folgenden Worte aus:
„De profundis clamavi ad te, Domine! Domine, exaudi vocem meam!“
Als er den zweiten Vers des Trauerpſalmes beendigt hatte, während der Dragoner den Gurt ſeines Pferdes wiedrr feſt ſchnallte, um es zu einem letzten Laufe aufzufordertr, ſchwang ſich der Maulthiertreiber auf den Sattel, Don Rafael machte es eben ſo, und über die wallende Mähne ihrer Pferde geneigt, ſprengten ſie mit einander über die Savanne hin. Der feuchte Wind, den die übergetretenen Gewäſſer zurückſandten, pfiff in ihren Haaren, und von dem grauſigen Tone der Glocke begleitet, näherte ſich das Unglück verheißende Getöſe der Waſ⸗ ſermaſſe von Minute zu Minute.
Auf der Hacienda waren mittlerweile alle Vorkehrungen getroffen worden, die Flüchtlinge aufzunehmen, welche die Ueber⸗ ſchwemmung aus ihren Hütten vertrieben hatte, und an den Fenſtern der am höchſten gelegenen Gebäude, namentlich im Herrenhauſe, befanden ſich die Bewohner, welche mit beſorgten Blicken umherſchauten, um irgend welche Unglückliche zu ent⸗ decken und ihnen, wo möglich, im Nothfalle Hülfe zu ſenden. Es wurde dunkel; nur der Mond verbreitete noch ſein helles Licht über die Landſchaft, welche mehr und mehr von den aus⸗ getretenen brauſenden Gewäſſern überſchwemmt wurde, als plo lich der Ruf erſcholl:„Zwei Reiter! Und das Waſſer iſt ſchon ganz nahe an der Hacienda!« Dieſer Ruf lockte zwei junge Mädchen, die Töchter des Hausherrn, welcher draußen auf der Matte beſchäftigt war, an das Fenſter, welches ſie bereits verlaſſen hatten, und ſogleich
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