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kultur und aller Anmuth des Umgangs im lieblichſten Bunde ſtanden. Hier ſuchte, hier fand ich meine Erholung von den ermüdenden Geſchäften meines Berufs. Die Genüſſe, die Ver⸗ gnügungen, die kleinen geſellſchaftlichen Angelegenheiten und Zeitverkürzungen meiner verehrten Freunde waren auch die mei⸗ nigen. Hier, in ihrer Mitte, fand ich in der edelſten Geſtalt alle die tauſend ſüßen Reize der Häuslichkeit wieder, die ich, der Fremdling unter Fremdlingen, ſo lange Jahre und mit ſo ſchmerzlichem Bedauern hatte entbehren müſſen.
Am liebſten und öfteſten verweilte mein Freund auf einem kleinen Landſitz, wenige Meilen von Kolumbo, wo ſich aber freilich auch Alles, was die dortige Natur zu einer ſo unwider⸗ ſtehlichen Zaubrerin des Schönen macht, in höͤchſter Fülle ver⸗ einigt fand. Er zog ſich dahin zurück, ſo oft die Obliegenhei⸗ ten ſeines Amtes bei der Regierung ihm einige Entfernung geſtatteten. Sein Lieblingsplätzchen, ſein Schlafgemach, ſein Arbeitszimmer, ſein Belvedere— kurz, ſein Alles in Allem, von ihm ſelbſt erſonnen und ausgeführt, war dort ein kleiner runder Pavillon, der, wenig hundert Schritte von dem zierlichen Wohnhauſe entlegen, vom Gipfel eines mäßigen Hügels herab eine weite und reiche Ausſicht über Land und Meer beherrſchte. Ein dichter Kreis von Fächerpalmen zog ſich, gleich einem Säu⸗ lengange, rings um das Häuschen her. Ihre hohen Wipfel bildeten über dem Dach deſſelben eine zweite belaubte Kuppel, die den ſenkrechten Sonnenſtrahlen jeden Zugang in ihre luf⸗ tige Kühle verwehrte, während gleichwohl die ſchlanken Stämnie dem Auge keinen einzigen Reiz der mannichfaltigen Landſchaft entzogen.
Zu Anfang der milden, aber nur zu kurzen Jahreszeit, welche in dieſer Inſel auf die läſtigen Monde unabläſſiger Re⸗ gengüſſe folgt; wo der vorhin ausgedoͤrrte Boden ſich mit neuem
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