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»„Er geht,“ ſagte er,—„er hält an, er betrachtet den See,— er denkt gewiß an uns, der Böſewicht! Gewiß ahnt er nicht, daß ich ihn ſehe.. Er trägt einen Stock in der Hand. Da iſt er am Hühnerhofe.. er öffnet die Thür— er tritt ein— er geht wieder heraus— oh, das Ungeheuer! Er zerſchlägt Alles, Zerbricht Alles...«
Andreas warf das Fernrohr weg, und ſchritt zor⸗ nig im Saale auf und nieder. Die Anderen beſtätigten indeſſen ſeine, Beobachtungen.
»Er glaubt ſich allein,“ ſagte Suſanne.„Der
Elende! Und doch ſind wir nicht einmal allein die Zeugen ſeiner Wuth, noch Ein Auge ſieht ihn, das Auge Gottes, das Alles ſieht!«
»Nun, Mutter,“ fragte Andreas,„zweifelſt du⸗ auch jetzt noch, daß der Abſcheuliche unſere Hütte ver⸗ brannt hat?«
Die Mutter zuckte die Achſeln!„Ich muß ihn nach dem, was ich geſehen habe, einer ſolchen That wohl für fähig halten, aber doch iſt dieß noch immer kein Beweis. Doch warte einen Augenblick, mein Kind,“ fügte ſie hinzu, indem ſie dem Rohre eine andere Rich⸗ tung gab,—„fieh' jetzt hindurch! Was erblickſt du?« „Ich ſehe das Kreuz unſerer Kirche!« ſagte Andreas gerührt.„Oh, Mutter, du bedarfſt keiner Worte, um dich verſtändlich zu machen. Du zeigſt mir das Sym⸗ bol der Gnade, um mir Verzeihung zu lehren!«
Iſabelle und Julie hätten gern noch eine Weile durch das Fernrohr geſchaut, aber Karl machte ein Ende, indem er ſagte:„Genug! Wir haben der Ver⸗ gangenheit hinlänglich Zeit gewidmet, laßt uns jetzt an
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