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nur die Kühe erkennen, ſondern ſogar die ſchwarzen, bunten und braunen unterſcheiden. Verſuchen Sie es nur! Es iſt, als ob man dort wäre.“ 4
Julius, der ſchnell das Inſtrument aufſtellte, fragte, wohin er es richten ſolle?
„Auf unſere Hütte!“ riefen alle Kinder.
„Oh, das iſt ſehr leicht,“ ſagte Julius.„Ich habe ſie ſchon oft beobachtet. Aber wie ſeltſam,“ fügte er hinzu,— vich ſehe die Bäume und die Felſen, aber das Haus finde ich nicht.“
„Ich glaube es wohl,« rief Andreas.„Der In⸗ tendant hat es verbrannt!“
Mit kurzen Worten erzählte er, was man während der Ueberfahrt geſehen hatte.
„Trotzdem beſchuldigt den Intendanten noch nicht,“ ſprach die Mutter,— auch ein Anderer kann das Feuer angelegt haben, oder es kann in Folge eines bloßen Zufalls ausgebrochen ſein. Wir dürfen das Schlechte erſt glauben, wenn wir durch Ueberzeugung dazu ge⸗ zwungen werden!“
Die Kinder betrachteten indeſſen eines nach dem an⸗ deren die liebe, alte Heimath, die ſie ſo ungern ver⸗ laſſen, und den ſchwarzen Brandfleck, wo die Flamme gewüthet hatte, und wunderten ſich, daß ſie ſelbſt das Kleinſte unterſcheiden konnten. Plötzlich rief Andreas aus:»Da iſt er!“
„»Wer?«
„Der Intendant!«
Iſabelle, Julie, die Mutter, Alle wollten ihn fehen, und Alle erkannten ihn auf der Stelle. Andreas be⸗ mächtigte ſich des Fernrohrs wieder, und verfolgte mit
den Blicken alle Bewegungen des Menſchen.


