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Die Ansiedler am Strande : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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das Feuer dicht am See ſein müſſe. Nach einigen Augenblicken verloſchte es aber ſo ſchnell, als es ent⸗ ſtanden war, und Andreas konnte ſich nicht enthalten, leiſe zu ſagen:»Nun ja freilich, Schilf und Binſen brennen nicht lange!

Als ſie am Ufer ankamen, feſſelte ein anderer Ge⸗ genſtand ihre Aufmerkſamkeit. Sie bemerkten ein klei⸗ nes Licht, und bald darauf zwei Männer mit einer Laterne. Ein Ruf ertönte, Karl beantwortete ihn. Es waren der Winzer und ſein Sohn, welche die Ver⸗ triebenen mit Aeußerungen lebhafter Freude empfingen. Sie halfen ihnen beim Ausladen, zogen den Kahn auf das Land, befeſtigten ihn ſorgfältig, verſteckten die Ru⸗ der unter Geſträuch, und führten dann die kleine Ge⸗ ſellſchaft nach der für ſie beſtimmten Hütte, die nur wenige Schritte vom See entfernt lag. Sie beſtand nur aus einer Stube und dem Bodenraume. Doch war ein Kamin darin, weil ſie zur Zeit der Weinleſe als Küche benutzt wurde. Rudolph zündete ein Feuer an, und es zeigte ſich, daß er auch eine Flaſche Wein und Lebensmittel mitgebracht hatte. Unſere Freunde genoſſen für den Augenblick nichts, aber das helle, leb⸗ hafte Feuer that ihnen wohl. Rudolph zog ſich bald mit ſeinem Sohne zurück, da er ſich wohl dachte, daß die Ermüdeten der Ruhe bedürften. Karl half ihnen die Schafe und das Geflügel in Sicherheit zu bringen. Die beiden Ziegen blieben zurück, weil man ihre Milch am nächſten Morgen bedurfte. Schon nach einer Vier⸗ telſtunde kam Karl wieder, da Rudolphs Haus nicht weit entfernt lag. Dann legten ſich Alle auf Matratzen und Stroh zum Schlummer nieder, und waren nach wenigen Minuten feſt eingeſchlafen.