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rief Andreas lebhaft aus, und umarmte ſeine Mutter, die ihn auf die Stirn küßte.
»Das dacht' ich mir wohl, mein Kind,« ſagte ſie, »Gott ſegne dich!«
Die Barke glitt ſanft über den See hin, und bald fanden die Gemüther ſo viel Ruhe wieder, daß die Kinder ein frommes Lied, das Lied von Hagar und Ismael anſtimmen konnten, welches ſo gut für ihre Lage paßte. Während des Geſanges hatte ſich der Himmel wieder verfinſtert, und die plötzliche Dunkel⸗ heit ängſtigte und bedrückte die Herzen.
»Haben wir einen Sturm zu fürchten?« fragte Julie bangend.
„»Nein, Schweſter,“ erwiederte Karl,„Übrigens nä⸗ hern wir uns auch raſch dem Lande.“
Andreas bemerkte, daß man das verlaſſene, jenſei⸗ tige Ufer kaum ſehen könne, rief aber plötzlich aus: »Was iſt das fuͤr eine Flamme? Seht, ſie wird im⸗ mer größer!«“
„Ach,“ ſagte Iſabelle,„es ſcheint mir, als ob ſie grade auf unſerem Strande ſei! Am Ende macht ſich der Intendant das grauſame Vergnügen, unſere kleine Hütte zu verbrennen!«
»Ja, ſo iſt es!« rief Andreas aus.„Noch in der Ferne hat er uns ſeinen Haß zeigen wollen!?
»Aber Andreas,“ ſagte die Mutter,„du ſprichſt, als ob das Schlimmſte ſchon ganz gewiß ſei! Die chriſt⸗ liche Liebe vermuthet nichts Böſes.“
Dieſe Bemerkung gebot Schweigen. Gleichwohl vernichtete ſie keineswegs den Verdacht. Aller Blicke folgten dem Fortſchreiten der Flammen; ſie ſpiegelten ſich im Waſſer wieder, und dieß ließ vermuthen, daß
Die Anſiedler. 7


