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ſo daß man alſo dem gebrechlichen Schiffchen keine große Laſt aufzubürden brauchte.
Von einigen Weidenzweigen machte ſich Karl ein Ruder zurecht, und nun ging er, mit einer Sichel ver⸗ ſehen, eifrig an ſeine Arbeit. Andreas hätte ihm gern dabei geholfen und ſich auch ein wenig im Kahne ge⸗ ſchaukelt, aber er mußte wohl darauf verzichten, weil der Nachen nicht zu ſchwer beladen werden durfte. Uebrigens hatte er auch genug damit zu thun, das ab⸗ geſchnittene Schilf bis an den Ort zu tragen, welchen Karl zum Bauplatze des Hauſes beſtimmt hatte.
Als der Abend herannahete, war die Arbeit der Knaben noch lange nicht beendigt. Mit der anbrechen⸗ den Dunkelheit richtete alſo Karl ein vorläufiges Ob⸗ dach ein, nämlich eine Art von Zelt als Schilf und Latten, unter welchem die beiden Brüder die Nacht zu⸗ brachten, nachdem ſie fröhlich und guter Dinge ein Stück trockenes Brod gegeſſen.
Am nächſten Tage ſtanden ſie wieder vor Sonnen⸗ aufgang auf, und gingen, wie geſtern, an ihr Geſchäft. Als endlich Rohr genug abgeſchnitten und aufgehäuft ſchien, machte ſich Karl an eine Arbeit, die er in ſei⸗ ner Kindheit häufig ſpielend verrichtet hatte, nämlich an den Bau der Huͤtte. Früher war das freilich immer nur ganz im Kleinen geſchehen, und jetzt mußten durch⸗ aus andere Verhältniſſe berückſichtigt werden: aber nach einiger Ueberlegung hoffte Karl dennoch, daß der Bau gelingen werde; wenn er ſich vorläufig auf die noth⸗ wendigſte Räumlichkeit beſchränkte. In ſpäteren eit, wenn er mehr Muße dazu hatte, konnte er die H ee ja immer noch, je nach Bedürfniß, vergrößern.
Alſo ging er muthig an's Werk. Er hatte Latten
Die Anſiedler. 2


