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„Und wenn dann der Fluß einmal über ſeine Ufer träte,“ erwiederte der Greis mit lächelndem Spotte, „ſo würde jenes ganze Familien⸗Glück in den See ge⸗ ſchwemmt werden!“
»Ei ja doch, mein Herr,“ antwortete Karl,„als wenn man nicht auf den Beiſtand des lieben Gottes bauen dürfte! Das haben Sie wohl vergeſſen.“
Der ſanfte Blick des Knaben, ſein ausdrucksvolles Geſicht, und ſeine treffende Erwiederung auf den nicht böſe gemeinten Spott ſchienen dem alten Herrn zu gefallen.
»Nicht übel geſprochen,“ ſagte er, indem er Karl aufmerkſamer betrachtete.„Höre, mein Sohn, bedauer⸗ teſt du die fortgeriſſene Erde nur um ihrer ſelbſt wil⸗ len, oder hatteſt du dabei noch einen anderen Gedanken im Hintergrunde?“
»Ja, lieber Herr,“ entgegnete Karl aufrichtig.„Ich dachte dabei auch an meine Mutter und an meine Geſchwiſter.“
„Und? Sprich weiter!«
»Nun, ich möchte ſie wohl hierher kommen laſſen, wenn ich die Erlanbniß dazu hätte.«
»Und wo wollteſt du wohnen? Hier iſt kein Haus!«
„»Aber Schilf genug, um eine kleine, warme Hütte zu bauen!«
Der Greis lächelte. Der Gedanke des Knaben ſchien ihm durch ſeine Neuheit zu gefallen. Einen Augenblick ſann er nach; dann ſprach er: 1
»Nun denn, ſo baue dir die Hütte; ich gebe dir die Erlaubniß dazu, und will dir außerdem noch ge⸗
ſtatten, auf dieſer Stelle eine Anſtedelung zu begründen,


