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Fleckchen Land beſäßen, mit einer kleinen Hütte darauf, ſo ſollten unſere fleißigen Arme ſchon dafür ſorgen, daß wir nicht am Nothwendigſten Mangel litten! Und dann, welches Glück! brauchten wir unſere Heimath nicht zu verlaſſen, wir brauchten uns nicht zu trennen, die Mutter und wir Alle blieben zuſammen unter dem⸗ ſelben Dache, ſetzten uns jeden Abend zuſammen um den traulichen Herd mit dem glänzenden, kleinen Feuer, an dem unſere Suppe kocht! Welch' eine liebliche, frohe und ſchöne Zukunft wäre dieß! Aber ach! Wo wäre das Land, das wir bebauen dürften?«
Während Karl in dieſer Weiſe grübelte und Luft⸗ ſchlöſer baute, fielen ſeine Augen auf ein Feld dichtes Schilfrohr, welches an der Mündung eines kleinen Flüßchens deſſen beide Ufer bedeckte. Das Rohr ſchien ihn freundlich willkommen zu heißen, denn von einem ſanften Windhauche bewegt, ſchwankte es auf und nie⸗ der und neigte ſich vor ihm. Es ſtand noch vom vo⸗ rigen Jahre her da, denn Niemand hatte ſich die Mühe gegeben, das dürre Zeug abzuſchneiden, und ſchon wuch⸗ ſen wieder die neuen Sproſſen grün und luſtig zwiſchen den alten hervor, und machten denſelben den Platz ſtreitig.
»Wenn ich Herr des Bodens hier wäre,“ murmelte Karl halblaut vor ſich hin, ſo wüßte ich wohl, was ich thäte. Ich würde das trockene Schilf, das keinem Menſchen gehört, abſchneiden und mir eine hübſche, kleine Hütte bauen, eine Huͤtte, wie die Wilden ſie be⸗ wohnen, von denen die Mutter mir erzählt hat. Wenn die Hütte fertig wäre, würde ich zur Mutter ſagen: „Komm, mein Mütterchen! Vorerſt haben wir ein Obdach, und mit der Zeit werden wir es uns auch


